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German HL P1 MG 2017 hlayiso.com

Subject: German HLGrade 12201722 pages
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Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE EXAMINATION NOVEMBER 2017 GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER I MARKING GUIDELINES Zeit: 3 Stunden 100 Punkte These marking guidelines are prepared for use by examiners and sub-examiners, all of whom are required to attend a standardisation meeting to ensure that the guidelines are consistently interpreted and applied in the marking of candidates' scripts. The IEB will not enter into any discussions or correspondence about any marking guidelines. It is acknowledged that there may be different views about some matters of emphasis or detail in the guidelines. It is also recognised that, without the benefit of attendance at a standardisation meeting, there may be different interpretations of the application of the marking guidelines. IEB Copyright © 2017 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER I – MARKING GUIDELINES Page 2 of 22 ABTEILUNG 1 TEXTVERSTÄNDNIS Fragen zum Text 1: (a) Warum trägt der Artikel aus der Süddeutschen Zeitung als Überschrift die Frage: „Darf man Luther feiern?“ • die Frage stellt sich in Anbetracht der im Text aufgeführten Eigenschaften und Vorstellungen • Luther wird Menschenhasser und Judenfeind genannt • außerdem wird aufgeführt, dass er „Muslimen, Katholiken und aufständischen Bauern Pest, Tod und Teufel an den Hals wünschte“ (b) Aus welchem Grund wird Luther denn eigentlich gefeiert? • gefeiert wird wegen des 500. Jahrestages der Reformation, die von Luther ausgelöst wurde (c) Warum wird Kardinal Reinhard Marx mit dem Begriff „Christenbruder“ in dem Text so hervorgehoben? • hiermit sollen die gemeinsamen christlichen Wurzeln der Protestanten und Katholiken hervorgehoben werden, auch wenn Angehörige beider Konfessionen sich nicht immer wie Brüder verhalten haben • auch die gefundene Gemeinsamkeit der Erinnerung an die Reformation wird angedeutet (d) Welche Veranstaltungen sind in dem Jahr in Wittenberg vorgesehen? • die Eröffnung des Jahres des Feierns und Gedenkens in Wittenberg • der Abschlussgottesdienst (e) Was möchte der Autor mit der Verbneuschöpfung „luthern“ aussagen? • der Neologismus erinnert an geistern, das von Geister, die dann durch die Gegend geistern, abgeleitet wird • genauso sei es, meint der Autor, es wird 2017 allerorten „luthern“ (f) Inwiefern wird „der Schatten der Geschichte über diesem Gedenkjahr liegen“? • mit Schatten sind Einflüsse von Personen oder Ereignissen auf einen Vorgang oder ein anderes Ereignis gemeint • die zwiespältige Persönlichkeit Luthers (siehe oben) überschattet das Gedenkjahr • häufig wurde im Protestantismus Identitätsstiftung auf Kosten anderer Gruppierungen (Katholiken, Franzosen, Juden) betrieben • Andersgläubige wurden häufiger ausgegrenzt, was dem Rassismus Tür und Tor öffnete • Nationalsozialisten konnten leicht darauf zurückgreifen • auch das Regime der DDR hat versucht, Luther für sich und seine Ideologie und Politik zu vereinnahmen (g) Was bedeutet es, wenn die Versuche der Kirchenvertreter von Historikern „mit einiger Lust und völlig zu Recht“ „auseinandergenommen“ wurden? • auseinandernehmen bedeutet zerlegen, Argumente zur Widerlegung von Thesen oder Behauptungen finden • dies wurde von Historikern mit einiger Freude und Begeisterung unternommen, um zu zeigen, dass Luther kein Heldenstatus zusteht • schon gar nicht kann er Held der Moderne genannt werden • er war, so meinen Historiker, ein Mensch des Mittelalters und nicht der Moderne IEB Copyright © 2017 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER I – MARKING GUIDELINES Page 3 of 22 (h) Warum ist dadurch von „Luthers Originalität“ wenig geblieben? • hier wird der Begriff fast im Sinne von Originalgenie des Sturm und Drang verwendet • von seiner Originalität ist wenig geblieben, da gezeigt wurde, dass er keine herausragende Persönlichkeit war, die Modernes schuf, sondern ein ins Mittelalter eingebundener Mensch • er war nur Teil eines größeren Veränderungsprozesses, der nicht von ihm initiiert wurde (i) Was meint der Autor mit der Aussage, „es führen ja Fäden und Spuren durch jene 500 Jahre hindurch“? • Spuren hinterlassen hat Luthers Bibelübersetzung • damit einhergehend sein Einfluss auf die deutsche Sprache • Luthers Erkenntnis, dass der Mensch von Gott angenommen wird, unabhängig von seiner Leistung • auch von Luthers negativen Seiten sind noch Spuren wirksam, indem, z.B., die Synode der evangelischen Kirche ihre Scham über die jahrhundertealte Judenfeindschaft ausdrückte (j) Was verstehen Sie unter den Begriffen „leidempfindliches Gedenken“ und „sich der Schatten bewusst“ sein? • positiv würde der Autor die Feierlichkeiten sehen, wenn sich die Veranstaltungen mit dem empfundenen Leid, z.B. der Juden, unter dem Protestantismus befassen würden • notwendig wäre dann auch, dass der Verbrechen, die auch unter Duldung durch Protestanten geschahen, gedacht würde • es sollte auch deutlich werden, dass es nicht nur Grund zum Jubeln gebe, sondern auch an die negativen Seiten Luthers, die Einfluss auf das Denken von Lutheranern hatten, sollte erinnert werden • auch die anderen Schatten der Geschichte, siehe oben, die durch die Reformation ermöglicht wurden, sollten erkannt und gezeigt werden (k) Was ist die Funktion des Gedankenstrichs im letzten Satz des Textes („Gerade das ist die große Chance des Reformationsgedenkens 2017 – wenn es kein triumphales, sondern ein leidempfindliches Gedenken wird, sich der Schatten bewusst.“)? • der Gedankenstrich kündigt eine wichtige Erkenntnis an, die, wie der Name sagt, bedenkenswert ist und dadurch hervorgehoben wird • damit wird hier ein Wunsch ausgedrückt, der ins Bewusstsein der Leser dringen soll IEB Copyright © 2017 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER I – MARKING GUIDELINES Page 4 of 22 ABTEILUNG 2 INHALTSZUSAMMENFASSUNG Fassen Sie den folgenden Text in eigenen Worten zusammen. Text 2: Deutsche Jugend ohne Gott • Text „Deutsche Jugend ohne Gott“ aus dem Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung • veröffentlicht 2006 • Autor ist Oliver Hoischen • nur 23% der Kinder stammen in D. aus religiösem Elternhaus und bezeichnen sich als religiös • bei den Türken seien es 81% • Jugendliche aus katholischen Ländern seien religiöser als die aus evangelischen • sowohl Erziehung im Elternhaus als auch die Schulen haben hier Einflüsse • in Ländern mit religiöser Bevölkerung wird ein Religionsunterricht bevorzugt, der nahe an die Kirche heranführe • das Interesse an Religionen sei aber auch in D. da • die Jugendlichen fordern aber sachliche Informationen und daraus hervorgehend Vielfalt und Pluralität (so schlussfolgern die Wissenschaftler) • Gewaltbereitschaft ist augenscheinlich in Ländern mit religiöser Bevölkerung viel stärker vorhanden • das aber unabhängig von Religionszugehörigkeit • durch Wechsel in anderen Kulturkreis, in dem weniger Gewaltbereitschaft herrscht, kann die Gewaltbereitschaft anscheinend verringert werden ABTEILUNG 3 GEDICHTINTERPRETATION TEIL A: INTERPRETATION EINES BEKANNTEN GEDICHTS Wählen Sie eine der vier möglichen Aufgaben aus! (Aufgabe 1 oder 2 (a/b/c/d/e/f/g) zu dem Gedicht „Abend“ von Andreas Gryphius ODER Aufgabe 3 oder 4 (a/b/c/d/e/f) zu dem Gedicht „Reklame“ von Ingeborg Bachmann) Aufgabe 1: Schreiben Sie eine Interpretation des Gedichtes „Abend“ von Andreas Gryphius (mind. 250 Wörter). • ein regelmäßiges barockes Sonett mit Oktett und Sextett • Quartette mit umarmendem Reim (abba abba) und parallel männlichen und weiblichen Reimen (mwwm) • Sextett mit Schweifreim (eefggf) und entsprechend wwmwwm • sechshebiger Jambus (Alexandriner) • das Gedicht weist auf die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens hin und thematisiert die typische barocke Idee des sich an den Tod Erinnerns • die erste Strophe lebt vom intensiven Gegensatz von Tag und Nacht (Abend) • „der schnelle Tag ist hin“, d.h. das schnell Enteilende, Vergängliche ist tot IEB Copyright © 2017 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER I – MARKING GUIDELINES Page 5 of 22 • die Nacht schwingt die Fahne des Sieges und führt Sterne auf • tagsüber wurde auf den Feldern gearbeitet • Tiere und Vögel bevölkerten die Szenerie • doch die Menschen sind mit Heraufkommen der Nacht des Arbeitens (Lebens) müde • Trauer macht sich breit • dem emsigen Treiben steht jetzt die Einsamkeit gegenüber • alles war vertane Zeit • in der zweiten Strophe steht die Vergänglichkeit des irdischen Lebens im Mittelpunkt • das Ziel (Port) nähert sich dem Leben (Glieder Kahn) an, nicht umgekehrt das Leben dem Port • das Licht stirbt (verfällt) mit Kommen der Nacht • genauso wird es allen Menschen gehen (Ich, du) • hinfahren, vergehen als Parallele zur Lebensfahrt im Kahn • auch jeglicher Besitz wird hinfällig • selbst das, was gesehen werden kann und wovon man vielleicht glaubte, es hielte ewig, wird verschwinden • das menschliche Leben erscheint dem lyrischen Ich wie eine „Rennebahn“ • es soll dem Leser verdeutlicht werden, dass das menschliche Leben sinnlos und klein ist im Vergleich zur Ewigkeit an der Seite Gottes • „der Port“ ist der Hafen, das Ziel eines Schiffes und als Metapher das Ziel des menschlichen Lebens • „der Glieder Kahn“ evoziert ein hölzernes Gebilde, das die Glieder des Menschen umschließt • Anklang an Styx oder Acheron, Trennungsfluss zwischen Leben und Tod • meist wird Charon, der Fährmann, der die Menschen ins Jenseits bringt, in einem Kahn dargestellt • der Glieder Kahn erinnert natürlich auch an den Sarg, der die Glieder des Verstorbenen beinhaltet • auffallend ist, dass der Port sich dem Kahn nähert, der Mensch kann den Prozess nicht beeinflussen • Gebet in den Versen 9 bis 14 und • Bitte darum, dass Gott seine schützende Hand über das lyrische Ich hält • in den Anaphern der Verse 9, 10 und 12 werden intensive Bitten aufgeführt • durch Schmerzen und Leiden (Ach), durch Reichtum und Prunk (Pracht) will der Mensch nicht verführt werden • sowohl Vergnügungen und Begierden (Lust) als auch Lebensangst sollen ihn nicht vom rechten Weg abbringen • wenn der Mensch stirbt, soll die Seele wach bleiben • die ewige Dunkelheit umschlingt den Menschen, wenn der Abend (siehe Titel) heraufkommt • dann soll Gott die Seele aus dem Jammertal der Finsternis zu sich holen • durch den Schweifreim intensive Verbindung der jeweils dritten Verse in Strophen 3 und 4 • die Anaphern (Laß) intensivieren die Bitten, hier als Ausrufe formuliert • antithetische Grundhaltung des Dichters bezüglich des irdisch-menschlichen Bereichs und des göttlichen Bereichs im 2. Terzett • irdisch, menschlicher Bereich gegenüber dem göttlichen Bereich • schneller Tag gegenüber der Ewigkeit (ewig) • Nacht, Finsternis gegenüber dem hellen Leuchten (Glanz) • Tal gegenüber der erhabenen Höhe • müde Scharen und müde Leiber gegenüber dem Wachen der Seele IEB Copyright © 2017 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER I – MARKING GUIDELINES Page 6 of 22 • Einsamkeit des Menschen gegenüber der Gemeinsamkeit mit und bei Gott (dein … Glanz sei vor und neben mir) • das menschliche Leben sollte allein auf Gott und das Jenseits ausgerichtet sein • „wenn der müde Leib entschläft“ (hier nicht „stirbt“), dann soll Gott den Menschen zu sich führen • das Leben wird im Barock oft als „Jammertal“ gesehen • das Ziel ist, aus dieser Finsternis der Existenz zum ewigen Glänzen (Licht) bei Gott zu kommen ODER Aufgabe 2: Bearbeiten Sie folgende Aufgaben zu dem Gedicht „Abend“ von Andreas Gryphius: (a) Analysieren Sie die Form des Gedichts (Metrum, Strophen, Reim …). • Sonett mit Oktett und Sextett • Quartette mit umarmendem Reim (abba abba) und parallel männlichen und weiblichen Reimen (mwwm) • Sextett mit Schweifreim (eefggf) und entsprechend wwmwwm • intensive Verbindung der jeweils dritten Verse in Strophe 3 und 4 • sechshebiger Jambus (Alexandriner) • die weiblichen Reime sind hyperkatalektisch (b) Die erste Strophe lebt vom intensiven Gegensatz von Tag und Nacht (Abend). Arbeiten Sie das heraus. • „der schnelle Tag ist hin“, d.h. das schnell Enteilende, Vergängliche ist tot • die Nacht schwingt die Fahne des Sieges und führt Sterne auf • tagsüber wurde auf den Feldern gearbeitet • Tiere und Vögel bevölkerten die Szenerie • doch die Menschen sind mit Heraufkommen der Nacht des Arbeitens (Lebens) müde • Trauer macht sich breit • dem emsigen Treiben steht jetzt die Einsamkeit gegenüber • alles war vertane Zeit (c) Darüberhinausgehend steht in der zweiten Strophe die Vergänglichkeit des irdischen Lebens im Mittelpunkt. Verdeutlichen Sie das durch eine geeignete Interpretation der Strophe und zeigen Sie daran die Absicht des Dichters. • das Ziel (Port) nähert sich dem Lebenslauf (Glieder Kahn) an • das Licht stirbt (verfällt) mit Kommen der Nacht • genauso wird es allen Menschen gehen (Ich, du) • hinfahren als Parallele zur Lebensfahrt im Kahn • auch jeglicher Besitz wird hinfällig • selbst das, was gesehen werden kann und als dauerhaft gelten kann, wird verschwinden • das menschliche Leben erscheint dem lyrischen Ich wie eine „Rennebahn“ • es soll dem Leser verdeutlicht werden, dass das menschliche Leben sinnlos und klein ist im Vergleich zur Ewigkeit an der Seite Gottes IEB Copyright © 2017 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER I – MARKING GUIDELINES Page 7 of 22 (d) Erklären Sie Aussage und Sinn des Satzes vom Anfang der zweiten Strophe: „Der Port naht mehr und mehr sich zu der Glieder Kahn.“. • „der Port“ ist der Hafen, das Ziel eines Schiffes und als Metapher das Ziel des menschlichen Lebens • „der Glieder Kahn“ evoziert ein hölzernes Gebilde, das die Glieder des Menschen umschließt • Anklang an Styx oder Acheron, Trennungsfluss zwischen Leben und Tod • meist wird Charon, der Fährmann, der die Menschen ins Jenseits bringt, in einem Kahn dargestellt • der Glieder Kahn erinnert natürlich auch an den Sarg, der die Glieder des Verstorbenen beinhaltet • auffallend ist, dass der Port sich dem Kahn nähert, der Mensch kann den Prozess nicht beeinflussen (e) Beschreiben Sie in eigenen Worten den Inhalt und die Form des Gebets in den Versen 9 bis 14. • Bitte darum, dass Gott seine schützende Hand über das lyrische Ich hält • in den Anaphern der Verse 9, 10 und 12 werden intensive Bitten aufgeführt • durch Schmerzen und Leiden (Ach), durch Reichtum und Prunk (Pracht) will der Mensch nicht verführt werden • sowohl Vergnügungen und Begierden (Lust) als auch Lebensangst sollen ihn nicht vom rechten Weg abbringen • wenn der Mensch stirbt, soll die Seele wach bleiben • wenn die ewige Dunkelheit den Menschen umschlingt, wenn der Abend (siehe Titel) heraufkommt • dann soll Gott die Seele aus dem Jammertal der Finsternis zu sich holen • durch den Schweifreim intensive Verbindung der jeweils dritten Verse in Strophen 3 und 4 • die Anaphern (Laß) intensivieren die Bitten, die hier als Ausrufe formuliert sind (f) Wichtig ist die antithetische Grundhaltung des Dichters. Zeigen Sie, dass er in den Versen 9 bis 14 dem irdisch-menschlichen Bereich, der auch schon in der ersten Strophe beschrieben wurde, hier den göttlichen Bereich gegenüberstellt. • irdisch, menschlicher Bereich, der schon in der ersten Strophe beschrieben wurde, gegenüber dem göttlichen Bereich • schneller Tag gegenüber der Ewigkeit (ewig) • Nacht, Finsternis gegenüber dem hellen Leuchten (Glanz) • Tal gegenüber der erhabenen Höhe • müde Scharen und müde Leiber gegenüber dem Wachen der Seele • Einsamkeit des Menschen gegenüber der Gemeinsamkeit mit und bei Gott (dein … Glanz sei vor und neben mir) (g) Zeigen Sie anhand des zweiten Terzetts, dass das menschliche Leben allein auf Gott und das Jenseits ausgerichtet sein sollte. • „wenn der müde Leib entschläft“ (hier nicht „stirbt“), dann sollte Gott den Menschen zu sich führen • das Leben wird im Barock oft als „Jammertal“ gesehen • das Ziel ist, aus dieser Finsternis der Existenz zum ewigen Glänzen bei Gott zu kommen IEB Copyright © 2017 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER I – MARKING GUIDELINES Page 8 of 22 ODER Aufgabe 3: Schreiben Sie eine Interpretation des Gedichtes „Reklame“ von Ingeborg Bachmann (mind. 250 Wörter). • wie der Titel vermuten lässt, geht es in dem Gedicht „Reklame“ um die Scheinwelt der Werbung und die von ihr nicht zu beantwortenden Fragen bezüglich der menschlichen Existenz • ungewöhnliche Form • weder erkennbares Versmaß noch Reim noch Metrum • besteht aus einer Strophe mit 20 Zeilen • abwechselnd kursiv und nicht kursiv gedruckt mit Ausnahme der letzten Zeile, die auch alleine steht • der Text in Grundschrift besteht aus vier Fragen • der kursive Teil stellt die Reaktionen eines Gegenüber dar • auf Satzzeichen wird völlig verzichtet • im kursiven Teil wird nur das Wort „Traumwäscherei“ großgeschrieben • wichtige Rolle spielen die Fragen der einen (angenommenen) Person • Frage: „Wohin aber gehen wir, wenn es dunkel und wenn es kalt wird“ • das lyrische Wir, dem sich der Leser zugehörig fühlen soll, fragt nach vermutlich längerem unbefriedigendem Gespräch, was durch „wohin aber“ angedeutet wird • es geht um ein mögliches Ziel, „wenn es dunkel und wenn es kalt wird“ • worunter man sich jegliche Form von menschlicher oder politischer Kälte vorstellen könnte • natürlich auch die Bedrohung durch einen Atomkrieg • Frage: „Aber was sollen wir tun und denken angesichts eines Endes“ • verstärkendes und eindringliches „aber“ • auch hier wird gefragt nach der Reaktionsmöglichkeit auf ein mögliches Ende (der Menschheit, des einzelnen Menschen) • es geht darum, was man darüber denken soll und welche Handlung angebracht wäre • Frage: „Und wohin tragen wir den Schauer aller Jahre“ • „Schauer“ beinhaltet die Bestürzung über etwas, das Entsetzen und den Ekel • deutlich klingt hier der Horror des Holocausts an und die bis zu dem Zeitpunkt damit einhergehende Verdrängung • wo Fragen zum Wieso und Warum nicht opportun waren und eine kollektive Aufbereitung nicht geleistet wurde • wodurch der Einzelne mit der Bestürzung und dem Abscheu alleingelassen wurde • auch ist die Frage der Schuld denkbar, mit der die Menschen allein gelassen wurden • auffallend sind die entsprechenden Antworten, die in kursiver Schreibweise gegeben sind • Antwort: „ohne sorge sei ohne sorge sei ohne sorge!“ • mantraartige beschwörende Aufforderung zur Sorglosigkeit – „ohne sorge“ • einschleifendes Wiederholen der Werbesprache nachvollziehend • Antwort: „mit musik heiter und mit musik heiter mit musik!“ • Aufforderung zum Überspielen und Vertuschen der Probleme durch Musik – „heiter mit musik“ • „Mit Musik geht alles besser“ als typischer Schlager der Kriegszeit (1943), um von den Sorgen abzulenken • Überspielen der aussichtslosen Lage des lyrischen Wir (des kollektiven Bewusstseins) durch Heiterkeit und Musik IEB Copyright © 2017 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER I – MARKING GUIDELINES Page 9 of 22 • Antwort: „am besten in die Traumwäscherei ohne sorge sei ohne sorge!“ • das Entsetzen über das Geschehene könne man nur in die „Traumwäscherei“ tragen • denkbar wäre Verbindung aus „Traumfabrik“ und „Gehirnwäsche“ • Gehirnwäsche durch Wiederholung von musikalisch unterstützten Glücksvorstellungen • das albtraumhafte Geschehen kann wie in verniedlichenden Kinofilmen verdeckt werden • beschwörende wiederholte Aufforderung zur Sorglosigkeit am Ende • der Neologismus „Traumwäscherei“ ist herausgehoben, auch durch Großschreibung • das wären natürlich keine angemessenen Reaktionen auf die existenziellen Probleme des lyrischen Wir: „Schauer aller Jahre“ • herausgehoben ist die 4. Frage: „Was aber geschieht wenn Totenstille eintritt“ • beschwörende Wiederholung von „aber“ • Unsicherheit über zukünftiges Geschehen, auch atomare Bedrohung • aktives Eintreten der Totenstille • die Reaktion der Werbesprache verstummt nach „was aber geschieht“ • auf „Totenstille“ gibt es von ihrer Seite keine angemessene Antwort • deswegen bleibt die Zeile zwischen „wenn Totenstille“ und „eintritt“ frei • bei Fragen des Todes und des Sterbens muss die Sprache der Werbung verstummen • alle Antworten wären unangemessen • auffällig in dem Gedicht sind die Merkmale der Werbesprache • Wiederholungen, wie „ohne sorge“, „heiter“, „mit musik“, „am besten“ • mehrfaches Wiederholen fördert einen Weg ins Gedächtnis • positiv besetzte Begriffe und Superlative • meist dreifache Benutzung des Kernbegriffs • sprachlich verkürzte Phrasen ohne korrekten Satzbau • Alliterationen und einlullender Sprachgebrauch • Nominalstil • Neologismen • Gedicht ist heute in postfaktischen Zeiten mindestens genauso aktuell • die Werbesprache ist nicht weniger oberflächlich und aufdringlich geworden • die permanente Berieselung verhindert, dass man sich Wichtigerem zuwendet • Werbung für etwas soll eine Scheinwelt voller Heiterkeit und Musik vorgaukeln • ernsthafte Fragen werden da nicht gestellt • man wird auch indirekt aufgefordert, diese zu verdrängen, um sich dem Lebensgenuss hingeben zu können • immer noch passende Begriffe, wie „ohne sorge, „heiter“, es fehlt die Aufforderung zu „Genuss ohne Reue“ • was zur Frage des Eintretens der Totenstille nur indirekt passen würde IEB Copyright © 2017 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER I – MARKING GUIDELINES Page 10 of 22 ODER Aufgabe 4: Bearbeiten Sie folgende Aufgaben zu dem Gedicht „Reklame“ von Ingeborg Bachmann: (a) Analysieren Sie die Form des Gedichts. • weder erkennbares Versmaß noch Reim noch Metrum • besteht aus einer Strophe mit 20 Zeilen • abwechselnd kursiv und nicht kursiv gedruckt mit Ausnahme der letzten Zeile, die auch alleine steht • der Text in Grundschrift besteht aus vier Fragen • der kursive Teil stellt die Reaktionen eines Gegenüber dar • auf Satzzeichen wird völlig verzichtet • im kursiven Teil wird nur das Wort „Traumwäscherei“ großgeschrieben (b) Arbeiten Sie in eigenen Worten den Inhalt und Sinn der ersten drei Fragen heraus (Wohin …, aber was …, und wohin …). • Frage: „Wohin aber gehen wir, wenn es dunkel und wenn es kalt wird“ • das lyrische Wir, dem sich der Leser zugehörig fühlen soll, fragt nach vermutlich längerem unbefriedigendem Gespräch, was durch „wohin aber“ angedeutet wird • es geht um ein mögliches Ziel, „wenn es dunkel und wenn es kalt wird“ • worunter man sich jegliche Form von menschlicher oder politischer Kälte vorstellen könnte • natürlich auch die Bedrohung durch einen Atomkrieg • Frage: „Aber was sollen wir tun und denken angesichts eines Endes“ • verstärkendes und eindringliches „aber“ • auch hier wird gefragt nach der Reaktionsmöglichkeit auf ein mögliches Ende (der Menschheit, des einzelnen Menschen) • es geht darum, was man darüber denken soll und welche Handlung angebracht wäre • Frage: „Und wohin tragen wir den Schauer aller Jahre“ • „Schauer“ beinhaltet die Bestürzung über etwas, das Entsetzen und den Ekel • deutlich klingt hier der Horror des Holocausts an und die bis zu dem Zeitpunkt damit einhergehende Verdrängung • wo Fragen zum Wieso und Warum nicht opportun waren und eine kollektive Aufbereitung nicht geleistet wurde • wodurch der Einzelne mit der Bestürzung und dem Abscheu alleingelassen wurde • auch ist die Frage der Schuld denkbar, mit der die Menschen allein gelassen wurden (c) Interpretieren Sie in diesem Zusammenhang die entsprechenden Antworten, die in kursiver Schreibweise gegeben sind. • Antwort: „ohne sorge sei ohne sorge sei ohne sorge“ • mantraartige beschwörende Aufforderung zur Sorglosigkeit – „ohne sorge“ • einschleifendes Wiederholen der Werbesprache nachvollziehend • Antwort: „mit musik heiter und mit musik heiter mit musik!“ • Aufforderung zum Überspielen und Vertuschen der Probleme durch Musik – „heiter mit musik“ • „Mit Musik geht alles besser“ als typischer Schlager der Kriegszeit (1943), um von den Sorgen abzulenken • Überspielen der aussichtslosen Lage des lyrischen Wir (des kollektiven Bewusstseins) durch Heiterkeit und Musik IEB Copyright © 2017 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER I – MARKING GUIDELINES Page 11 of 22 • Antwort: „am besten in die Traumwäscherei ohne sorge sei ohne sorge“ • das Entsetzen über das Geschehene könne man nur in die „Traumwäscherei“ tragen • denkbar wäre Verbindung aus „Traumfabrik“ und „Gehirnwäsche“ • das albtraumhafte Geschehen kann wie in einem verniedlichenden Kinofilm verdeckt werden • Gehirnwäsche durch Wiederholung von musikalisch unterstützten Glücksvorstellungen • beschwörende wiederholte Aufforderung zur Sorglosigkeit am Ende (d) Analysieren Sie die existenzielle vierte Frage (siehe unten) und die möglichen Antworten, die die Werbung gibt (oder geben kann). Gehen Sie dabei auch auf die Wortstellung ein. „was aber geschieht am besten wenn Totenstille eintritt“ • 4. Frage: „was aber geschieht wenn Totenstille eintritt“ • beschwörende Wiederholung von „aber“ • Unsicherheit über zukünftiges Geschehen, auch atomare Bedrohung • aktives Eintreten der Totenstille, ohne dass es verursacht werden sollte • die Reaktion der Werbesprache verstummt nach „was aber geschieht“ • auf „Totenstille“ gibt es von ihrer Seite keine angemessene Antwort • deswegen bleibt die Zeile zwischen „wenn Totenstille“ und „eintritt“ frei • bei Fragen des Todes und des Sterbens muss die Sprache der Werbung verstummen • alle Antworten wären unangemessen (e) Analysieren Sie typische Auffälligkeiten der Werbesprache, die in dem Gedicht eingesetzt werden. • Wiederholungen, wie „ohne sorge“, „heiter“, „mit musik“, „am besten“ • mehrfaches Wiederholen fördert einen Weg ins Gedächtnis • positiv besetzte Begriffe und Superlative • meist dreifache Benutzung des Kernbegriffs • sprachlich verkürzte Phrasen ohne korrektem Satzbau • Alliterationen und einlullender Sprachgebrauch • Nominalstil • Neologismen (f) Zeigen Sie, dass die Aussagen des Gedichts „Reklame“ über den reinen Zeitbezug (1956) weit hinausgehen. • die Werbesprache heute ist nicht weniger oberflächlich und aufdringlich • die permanente Berieselung verhindert, dass man sich Wichtigerem zuwendet • Werbung für etwas soll eine Scheinwelt voller Heiterkeit und Musik vorgaukeln • ernsthafte Fragen werden da nicht gestellt • man wird auch indirekt aufgefordert, diese zu verdrängen, um sich dem Lebensgenuss hingeben zu können • immer noch passende Begriffe, wie „ohne Sorge, „heiter“, es fehlt lediglich die Aufforderung zu „Genuss ohne Reue“ • was zur Frage des Eintretens der Totenstille nur indirekt passen würde IEB Copyright © 2017 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER I – MARKING GUIDELINES Page 12 of 22 ABTEILUNG 3 TEIL B: INTERPRETATION EINES UNBEKANNTEN GEDICHTS Wählen Sie eine der vier Aufgaben aus! (Aufgabe 1 oder 2 (a/b/c/d/e/f/g) zu dem Gedicht „Hoffnung“ von Friedrich von Schiller ODER Aufgabe 3 oder 4 (a/b/c/d/e/f/g) zu dem Gedicht „Hoffnung“ von Emanuel Geibel) Aufgabe 1: Schreiben Sie eine Interpretation des Gedichtes „Hoffnung“ von Friedrich von Schiller (mind. 250 Wörter). • das Gedicht „Hoffnung“ von Friedrich von Schiller ist ein Lehrgedicht • es hebt die Bedeutung des Träumens und Hoffens auf das Gute hervor • es besteht aus drei Strophen mit jeweils sechs Versen • jede Strophe besteht aus einem Kreuzreim und einem anschließenden Paarreim (ababcc) • findet häufig Verwendung in Volksliedern • die Reime sind entsprechend mwmwmm (männlich, weiblich …) • obwohl in einem Abiturheft gesagt wird, dass der regelmäßige Aufbau (Metrum) die Intention des Lehrgedichts unterstütze, kann ich kein durchgehendes regelmäßiges Metrum finden • die Aussage: „Doch der Mensch hofft immer [auf] Verbesserung!“ steht im Mittelpunkt • dieser Grundgedanke wird vorbereitet • Menschen träumen und reden viel • sie träumen von besseren Tagen, die für die Zukunft erhofft werden • Menschen versuchen rennend und jagend ihre Ziele zu erreichen • diese sollten glücklich machen und golden sein • dies ist ein immerwährender Prozess, der im Menschen angelegt ist • selbst in Anbetracht des ewigen Kreislaufes von alter und junger Welt hält der Mensch an der Hoffnung fest • in der zweiten Strophe wird die Hoffnung als immerwährender Begleiter des Menschen gezeigt • Frauen sind in guter Hoffnung, wenn sie schwanger sind, diese Hoffnung führt den Menschen ins Leben • den fröhlichen Knaben umflattert noch undeutlich erkennbar die Hoffnung • der Jüngling ist von Hoffnung in jeglicher Form begeistert • selbst im hohen Alter begleitet die Hoffnung den Menschen • sie wird mit dem Gestorbenen nicht begraben • am Grab wird von neuer Hoffnung gesprochen und dementsprechend gehandelt • bis hierher wird der scheinbare Eindruck der Vergeblichkeit des Hoffens angedeutet • erinnert an barocke Vorstellung der Vergeblichkeit des Hoffens • Reden und Träumen ohne Realitätsbezug • ein ewiges Rennen und Jagen • ewiger Kreislauf von jung und alt • Hoffnung umflattert den Knaben (flatterhaft), für Jüngling ist es ein Zauberschein IEB Copyright © 2017 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER I – MARKING GUIDELINES Page 13 of 22 • der Mensch wird vom Schein so genarrt, dass er noch am Grab Hoffnung besitzt • bisher distanzierte Betrachtung von außen: „die Menschen viel“, „führt ihn“, „beschließt er“ • aber aufgehoben wird dieser vorgegebene Eindruck durch „sind wir geboren“ • es kündet sich im Herzen „laut“ an • die Gewissheit in der Aussage der letzten zwei Verse • Kraft und Durchsetzungskraft des Hoffens werden besonders in der dritten Strophe deutlich • geht aus von der Erkenntnis, dass Hoffnung keine Wahnvorstellung ist • denn das Herz war sich schon dessen bewusst • „Zu was Besserm sind wir geboren!“ • in der Gewissheit dieses Ausrufes gipfelt diese Strophe und damit auch das ganze Gedicht • dies ist Erkenntnis der inneren Stimme des Individuums • eine wichtige Rolle spielt für das lyrische Ich der Gegensatz von Ratio („Gehirne“) und Gefühl („im Herzen“) • die Vernunft („Gehirne“) bezieht sich noch auf die Strophen 1 und 2, wo noch Zweifel anklingen • Menschen reden und träumen von Hoffnung, aber im Gehirn ist keine Gewissheit • deswegen hier auch die Gleichsetzung von Gehirn und dem Toren, der sich nur auf den Verstand verlässt • mit dem Herzen kann man erkennen, was das Ziel des Menschen ist: „Zu was Besserm … geboren!“ • mit diesem Herzen stehen die innere Stimme und die hoffende Seele in Verbindung, dazu hat das Gehirn keine Beziehung • „Zu was Besserm sind wir geboren!“ wird nach Auffassung des lyrischen Ichs die Menschen aber nicht irreführen • denn das ist die Hoffnung aller Menschen (hoffende Seele) • weil sie vom Herzen erfühlt wurde und nicht von der Ratio erdacht ODER Aufgabe 2: Bearbeiten Sie folgende Aufgaben zu dem Gedicht „Hoffnung“ von Friedrich von Schiller: (a) Analysieren Sie die Form des Gedichts „Hoffnung“ von Friedrich von Schiller (Strophen, Reime, …). • drei Strophen mit jeweils sechs Versen • jede Strophe besteht aus einem Kreuzreim und einem anschließenden Paarreim (ababcc) • findet häufig Verwendung in Volksliedern • die Reime sind entsprechend mwmwmm (männlich, weiblich …) • obwohl in einem Abiturheft gesagt wird, dass der regelmäßige Aufbau (Metrum) die Intention des Lehrgedichts unterstütze, kann ich kein regelmäßiges durchgehendes Metrum finden IEB Copyright © 2017 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER I – MARKING GUIDELINES Page 14 of 22 (b) Die Grundaussage des Gedichts wird im sechsten Vers als Zwischenergebnis genannt: „Doch der Mensch hofft immer [auf] Verbesserung!“ Wodurch wird in den ersten fünf Versen dieser Grundgedanke vorbereitet? • Menschen träumen und reden viel • sie träumen von besseren Tagen, die für die Zukunft erhofft werden • Menschen versuchen rennend und jagend ihre Ziele zu erreichen • diese sollten glücklich machen und golden sein • dies ist ein immerwährender Prozess, der im Menschen angelegt ist • selbst in Anbetracht des ewigen Kreislaufes von alter und junger Welt hält der Mensch an der Hoffnung fest (c) In der zweiten Strophe wird die Hoffnung als immerwährender Begleiter des Menschen gezeigt. Belegen Sie das genauer am Text. • Frauen sind in guter Hoffnung, wenn sie schwanger sind, diese Hoffnung führt den Menschen ins Leben • den fröhlichen Knaben umflattert noch undeutlich erkennbar die Hoffnung • der Jüngling ist von Hoffnung in jeglicher Form begeistert • selbst im hohen Alter begleitet die Hoffnung den Menschen • sie wird mit dem Gestorbenen nicht begraben • am Grab wird von neuer Hoffnung gesprochen und dementsprechend gehandelt (d) Doch in der dritten Strophe wird deutlich, dass es dem lyrischen Ich mit der Kraft und Durchsetzungskraft des Hoffens ernst ist. In welcher wichtigen Kernaussage gipfelt diese Erkenntnis? • geht aus von der Erkenntnis, dass Hoffnung keine Wahnvorstellung ist • denn das Herz ist sich schon dessen bewusst • „Zu was Besserm sind wir geboren!“ • in der Gewissheit dieses Ausrufes gipfelt diese Strophe und damit auch das ganze Gedicht • dies ist Erkenntnis der inneren Stimme des Individuums (e) Arbeiten Sie in diesem Zusammenhang den hier dargestellten Gegensatz von Ratio („Gehirne“) und Gefühl („im Herzen“) heraus. • die Vernunft („Gehirne“) bezieht sich noch auf die Strophen 1 und 2, wo noch Zweifel anklingen • Menschen reden und träumen von Hoffnung, aber im Gehirn ist keine Gewissheit • deswegen hier auch die Gleichsetzung von Gehirn und dem Toren, der sich nur auf den Verstand verlässt • mit dem Herzen kann man erkennen, was das Ziel des Menschen ist: „Zu was Besserm … geboren!“ • mit diesem Herzen stehen die innere Stimme und die hoffende Seele in Verbindung, dazu hat das Gehirn keine Beziehung IEB Copyright © 2017 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER I – MARKING GUIDELINES Page 15 of 22 (f) Warum entspricht diese Aussage „Zu was Besserm sind wir geboren!“ nach Auffassung des lyrischen Ichs der Wahrheit und wird die Menschen nicht irreführen? • das ist die Hoffnung aller Menschen (hoffende Seele) • weil sie vom Herzen erfühlt wurde und nicht von der Ratio erdacht (g) Was verstehen Sie selbst unter dem Satz: „Zu was Besserm sind wir geboren!“? • freie Darstellung, die in Richtung moralischer Hochwertigkeit gehen sollte ODER Aufgabe 3: Schreiben Sie eine Interpretation des Gedichtes „Hoffnung“ von Emanuel Geibel (mind. 250 Wörter). • das Gedicht „Hoffnung“ aus dem 18. Jahrhundert thematisiert den Wechsel vom Winter zum Frühling • sieben Strophen mit jeweils vier Versen • Kreuzreim (abab cdcd …) mit abwechselnd männlichen (ac …) und weiblichen (bd …) Endungen • auch parallel abwechselnd vierhebiger und dreihebiger Jambus • der Winter (in den Versen 1 bis 12) herrscht noch über das Land und die Natur im Allgemeinen • er droht mit grimmigen Gebärden • er bedeckt die Erde mit Eis und Schnee • dichte Nebel verdecken die Sonne • hervorgehoben ist die Textstelle: „Sie wecket doch mit ihrem Licht einmal die Welt zur Wonne.“ • auf der einen Seite die Metapher „wecket“, die daran erinnert, dass die Sonne wie eine Mutter ihr Kind (die Erde) aufweckt • Inversion des „einmal“, dadurch Hervorhebung des zu erwartenden späteren Ereignisses • dann die Alliteration „Welt zur Wonne“ • Verstärkung des Begriffs „Wonne“ im Zusammenhang mit der „Welt“, Gottes Schöpfung • noch immer lässt der Winter raue und mächtige Stürme blasen • doch der heraufkommende Lenz ist nicht aufzuhalten • etwas überraschend schlägt das erste Grün aus • rundum sprießen Früchte, Gräser und Blumen • Erde lacht in den sonnigen Himmel hinauf • die Erde möchte vor Lust vergehen • denn langsam überwindet der Frühling den Winter • der Frühling schmückt die Erde • sie flicht sich Blumen (Rosen) und Früchte (Ähren) ins Haar • das Schmelzen von Eis und Schnee erzeugt plätschernde Bächlein • die Frühlingsbäche erinnern an Freudentränen • der Mensch muss natürlich noch mit Rückschlägen im Mai rechnen • „Drum still!“ als Aufforderung zur ergriffenen Bewunderung des Naturereignisses • und selbst, wenn es im Mai noch kalte Tage geben kann IEB Copyright © 2017 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER I – MARKING GUIDELINES Page 16 of 22 • soll das Herz zufrieden sein mit der Situation • auch wenn noch Unwetter auftreten können, „als sei die Höll´ auf Erden“ • das flößt dem Menschen noch Furcht ein und es graut ihm • es breiten sich dann Zufriedenheit und Zuversicht des lyrischen Ichs aus • natürlich auch auf den normalen Ablauf der jahreszeitlichen Vorgänge, dass auf den Winter der Frühling folgt • besonders wichtig ist dabei aber auch Gottvertrauen • denn das sorgt für unverzagtes Hoffen ODER Aufgabe 4: Bearbeiten Sie folgende Aufgaben zu dem Gedicht „Hoffnung“ von Emanuel Geibel: (a) Analysieren Sie die Form des Gedichts (Metrum, Strophen, Reim …). • sieben Strophen mit jeweils vier Versen • Kreuzreim (abab cdcd …) mit abwechselnd männlichen (ac …) und weiblichen (bd …) Endungen • auch parallel abwechselnd vierhebiger und dreihebiger Jambus (b) Fassen Sie die Auswirkungen zusammen, die der Winter (in den Versen 1 bis 12) auf das Land und die Natur hat. • er droht mit grimmigen Gebärden • er bedeckt die Erde mit Eis und Schnee • dichte Nebel verdecken die Sonne • der Winter lässt raue und mächtige Stürme blasen (c) Welche Folgen hat der heraufkommende Lenz für die Erde? • etwas überraschend schlägt das erste Grün aus • rundum sprießen Früchte, Gräser und Blumen • Erde lacht in den sonnigen Himmel hinauf • die Erde möchte vor Lust vergehen (d) Und wie und womit schmückt diese Erde sich danach? • der Frühling schmückt die Erde • sie flicht sich Blumen (Rosen) und Früchte (Ähren) ins Haar • das Schmelzen von Eis und Schnee erzeugt plätschernde Bächlein • die Frühlingsbäche erinnern an Freudentränen (e) Doch der Monat Mai kann noch Rückschläge bringen. Welche sind das und wie reagiert der Mensch darauf? • „Drum still!“ als Aufforderung zur ergriffenen Bewunderung des Naturereignisses • und selbst, wenn es im Mai noch kalte Tage geben kann • soll das Herz zufrieden sein mit der Situation • auch wenn noch Unwetter auftreten können, „als sei die Höll´ auf Erden“ • das flößt dem Menschen noch Furcht ein und es graut ihm IEB Copyright © 2017 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER I – MARKING GUIDELINES Page 17 of 22 (f) Worauf gründet sich die Zufriedenheit und Zuversicht des lyrischen Ichs? • natürlich auch auf den normalen Ablauf der jahreszeitlichen Vorgänge, dass auf den Winter der Frühling folgt • besonders wichtig ist dabei aber auch Gottvertrauen • denn das sorgt für unverzagtes Hoffen (g) Zeigen Sie die Wirkung des poetischen Mittels, das in der angegebenen Textstelle eingesetzt wird: „Sie wecket doch mit ihrem Licht Einmal die Welt zur Wonne.“ • auf der einen Seite die Metapher „wecket“, die daran erinnert, dass die Sonne wie eine Mutter ihr Kind (die Erde) aufweckt • Inversion des „einmal“, dadurch Hervorhebung des zu erwartenden späteren Ereignisses • dann die Alliteration „Welt zur Wonne“ • Verstärkung des Begriffs „Wonne“ im Zusammenhang mit der „Welt“, Gottes Schöpfung IEB Copyright © 2017 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER I – MARKING GUIDELINES Page 18 of 22 ABTEILUNG 4 FRAGEN ZU TEXTEN ODER ZU BILDERN Aufgabe 4.1: Beschreiben und interpretieren Sie e i n e der Karikaturen (Abb. 1 oder Abb. 2)! Abb. 1: Galgenhumor katholisch • Hinweis auf die Quelle • ausgehend von dem Begriff „Galgenhumor katholisch“ erfolgt die Beschreibung • Humor, den man sich bewahrt, obwohl man sich in einer verzweifelten Situation befindet • hinter einem hohen Stapel von Papieren steht ein Priester/Bischof der katholischen Kirche und [<http://bdb.katholisch.de/content/uploa ruft verzweifelt, dass das alles Kirchenaustritte d/contentfiles/plassmann_austritte_prie stermangel_karikatur.jpg>] seien • Der hinter ihm neben der Tür stehende Glaubensbruder meint dazu: „Lindert zumindest ein wenig unsere Probleme mit dem Priestermangel…“ • Humor: • durch das Zölibat hat die katholische Kirche das Problem des Priestermangels • wenn aber auch viele Laien jetzt aus der katholischen Kirche austreten, dann erledigt sich das Problem des Priestermangels • weil man bei weniger Gläubigen auch weniger Priester braucht ODER Abb. 2: Mutprobe • Hinweis auf Quelle bei der Karikatur mit dem Titel „Mutprobe“ • im Hintergrund an einer hohen Mauer stehen drei Jugendliche • im Vordergrund des Bildes stehen auch drei Jugendliche, die sich unterhalten • einer sagt zu dem Jungen am rechten Rand des Bildes: „Du gehst jetzt darüber und erzählst denen, dass du regelmäßig in die Kirche [<https://bellfrell.blogspot.co.za/2015_03_ gehst!“ 01_archive.html>] • worauf der Junge antwortet: „Dürfte ich alternativ auch da oben von der Mauer springen?!“ • Humor: • es wird darauf angespielt, dass es bei Jugendlichen in Deutschland viel Mut verlangt, wenn man sich zum christlichen Glauben und zum regelmäßigen Kirchgang bekennt • weniger Mut würde es verlangen, wenn man sich von einer sehr hohen Mauer stürzte • in der jungen Generation scheint man zum Außenseiter zu werden, wenn man sich zum Glauben bekennt IEB Copyright © 2017 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER I – MARKING GUIDELINES Page 19 of 22 Aufgabe 4.2: Fragen zur Graphik (Abb. 3) Abb. 3: Diese Graphik zeigt „Bevölkerung, Religionszugehörigkeit in Prozent“ (a) Von wem wurden diese Daten veröffentlicht und wie kommt man an die angegebenen Zahlen? • veröffentlicht wurden sie von einer „Forschungsgruppe Weltanschauung in Deutschland“ (fowid) • auf der Seite dieser Gruppe sind die Ergebnisse auch veröffentlicht • Zusammengetragen wurden die Zahlen von den verschiedenen [<https://fowid.de/meldung/ gesellschaft-und-kirche- statistischen Ämtern der Länder und reformationsjahr>] des Bundes (b) Nach welchem Kriterium wurden die Städte augenscheinlich eingeordnet? • die Ergebnisse für sonst./ohne Religion aus dem Jahr 2011, denn nur hier spiegelt sich die Reihenfolge wider (c) Vergleichen Sie bitte die ersten fünf Städte mit den letzten fünf Städten in der Tabelle. Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten lassen sich feststellen? • die ersten fünf Städte sind aus der ehemaligen Bundesrepublik • hier gehörten 2011 34,62 bis 47,18% zu den sonst./ohne Religion • die letzten fünf Städte aus der ehemaligen DDR • hier gehörten 2011 zwischen 80,30 und 87,12% zur gleichen Gruppe • gemeinsam ist bei allen der hohe Anteil der sonst./ohne Religion • fast bei allen setzt sich der Trend augenscheinlich fort (d) Was dürfte Ihrer Meinung nach für die Unterschiede bei den Städten oben und unten verantwortlich sein? • verantwortlich ist die Zeit der kommunistischen Herrschaft in der DDR • hier wurden die Kirchen unterdrückt und Religionsangehörige gezielt benachteiligt • während in der Bundesrepublik die Religionsausübung frei war (e) Welche grundsätzlichen Tendenzen lassen sich bei der Graphik erkennen? • unabhängig von Religionszugehörigkeit kommt es verstärkt zu Kirchenaustritten • wobei die Zahlen im Westen erheblich höher sind, da bisher dort viel mehr in den Kirchen verblieben sind • in der ehemaligen DDR stagnieren die Zahlen auf hohem Niveau (f) Woran sieht man, dass Zuwanderer und Migranten nicht berücksichtigt wurden? • indem andere Religionsgemeinschaften oder Glaubensrichtungen nicht berücksichtigt wurden IEB Copyright © 2017 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER I – MARKING GUIDELINES Page 20 of 22 Aufgabe 4.3: Überprüfen Sie die folgenden Aussagen anhand des Textes und kreuzen Sie das Zutreffende an! Setzen Sie jeweils nur e i n Kreuz! Übertragen Sie ihre Ergebnisse in geeigneter Form in das Arbeitsheft. nicht richtig falsch im Text enthalten 1 Am Sonnabend findet an der Schule kein Unterricht statt.    2 Der Unterricht wurde wegen der Zerstörungen durch das    Erdbeben unterbrochen. 3 Spiele und sportliche Aktivitäten wurden eingesetzt, damit die betroffenen Kinder besser über die erschütternde    Situation hinwegkamen. 4 In Nepal besuchen alle Jungen die Schule, aber nicht alle    Mädchen. 5 Es hat sich gezeigt, dass Gespräche mit den Eltern für    eine positive Einstellung zur Schulbildung sorgen. 6 Sonis Mutter hat keine richtige berufliche Ausbildung.    7 Sonis Mutter hat keine Beschäftigung, die sie permanent    ausübt. IEB Copyright © 2017 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER I – MARKING GUIDELINES Page 21 of 22 ABTEILUNG 5 SYNTHESE, KORREKTUREN ETC. Aufgaben zum Text 3 „Schule schafft Zuversicht – Nepal“ Verbessern Sie bitte die Fehler, übertragen Sie Ihre Verbesserung in Kurzform ins Heft und kennzeichnen Sie die Verbesserung deutlich. (a) In folgendem Satz ist eine Datumsangabe nach den deutschen Rechtschreibregeln nicht korrekt. Verbessern Sie bitte die Fehler. „Am 25.4.2015 ist Nepal von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,8 erschüttert worden.“ Am 25. 4. 2015 (Abstand fehlt) ist Nepal von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,8 erschüttert worden.“ (b) In folgendem Satz sind ein Rechtschreibfehler und auch ein zweimaliger Zeichensetzungsfehler vorhanden. Verbessern Sie bitte die Fehler. „Die Mary-Ward-Schule die österreichische PatInnen seit Jahren unterstützen lag mitten im Erdbebengebiet.“ „Die Mary-Ward-Schule, die österreichische Paten und Patinnen seit Jahren unterstützen, lag mitten im Erdbebengebiet.“ (c) Im folgenden Satz ist ein Zeichensetzungsfehler. Verbessern Sie bitte den Fehler. „Bis dahin wurden die Kinder mit Spiel und Sport beschäftigt und dabei unterstützt die dramatische Erfahrung zu verarbeiten.“ „Bis dahin wurden die Kinder mit Spiel und Sport beschäftigt und dabei unterstützt, (erweiterter Infinitiv mit Hinweiswort) die dramatische Erfahrung zu verarbeiten.“ (d) Für den Begriff „traumatisiert“ aus dem Satz „Obwohl keines der Kinder verletzt wurde, waren viele Buben und Mädchen traumatisiert und es dauerte eine Weile, bis der Unterricht regulär fortgesetzt werden konnte.“ sind hier fünf Begriffe angegeben. Übertragen Sie den Begriff, der dafür überhaupt nicht eingesetzt werden kann, bitte ins Arbeitsheft. (Wird mehr als ein Begriff übertragen, gibt es keinen Punkt.) verstört seelisch erschüttert geschockt geistig abwesend  konsterniert (e) Was versteht man unter dem Begriff „regulär“ (siehe Satz bei d)? Finden Sie mindestens zwei Synonyme (gleichbedeutende Begriffe). • gebräuchlich, alltäglich, gewohnt, üblich, gängig, allgemein, vorschriftsmäßig, geordnet, normal (f) Worin liegt der Unterschied zwischen regulär und regelmäßig? • regelmäßig gibt einen gewissen zeitlichen oder räumlichen Abstand an, der sich nach einer Regel richtet • während regulär undifferenziert von einer Regelhaftigkeit in jeglicher Form berichtet IEB Copyright © 2017 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER I – MARKING GUIDELINES Page 22 of 22 (g) Für den Begriff „Einbindung“ aus dem Satz „Mit der Einbindung des familiären Umfeldes der Schülerinnen durch Gespräche und Hausbesuche soll ein Umdenken in einer Gesellschaft gefördert werden, die Bildung für Frauen bislang als unwichtig einstufte.“ sind hier fünf Begriffe angegeben. Übertragen Sie den Begriff, der dafür überhaupt nicht eingesetzt werden kann, bitte ins Arbeitsheft. (Wird mehr als ein Begriff übertragen, gibt es keinen Punkt.) Mitwirkung Umhüllung  Partizipation Teilnahme Verwicklung (h) Finden Sie mindestens zwei Synonyme (gleichbedeutende Begriffe) für „einstufen“ (siehe Satz bei g). • gliedern, gruppieren, unterteilen, einteilen, staffeln, mit Struktur versehen, systematisieren Total: 100 Punkte IEB Copyright © 2017

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