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German HL P1 (State) MG 2017 hlayiso.com

Subject: German HLGrade 1220178 pages
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Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE EXAMINATION STATE 2017 GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER I MARKING GUIDELINES Zeit: 2 Stunden 70 Punkte These marking guidelines are prepared for use by examiners and sub-examiners, all of whom are required to attend a standardisation meeting to ensure that the guidelines are consistently interpreted and applied in the marking of candidates' scripts. The IEB will not enter into any discussions or correspondence about any marking guidelines. It is acknowledged that there may be different views about some matters of emphasis or detail in the guidelines. It is also recognised that, without the benefit of attendance at a standardisation meeting, there may be different interpretations of the application of the marking guidelines. IEB Copyright © 2017 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER I – MARKING GUIDELINES Page 2 of 8 TEIL A TEXTVERSTÄNDNIS (COMPREHENSION) Fragen zum Text: „500 Jahre Reformation – Am Anfang war das Geld“ (a) Was ist im Zusammenhang mit dem Reliquienkult mit der Aussage gemeint, dass „der Reformator selbst sein größtes Opfer“ sei? • kurz nach Luthers Tod gab es zwar viele Andenken an Luther zu erstehen • aber so viele Devotionalien wie in diesem Jahr gab es noch nie • angefangen mit Genussmitteln über teuren Schmuck bis zu Lutherfiguren bei „Playmobil“ (b) Welche satirischen Ansätze kann man in den Aussagen „märchenblauer Bus“, „einen Christbaumkugelwurf entfernt“ und „Plastikgeschnitzes aus fernen Ländern“ erkennen? Warum stehen diese Aussagen am Anfang des Haupttextes? • zuerst der „märchenblaue“ Bus in Anspielung auf eine märchenhafte Inszenierung eines Ereignisses, das nichts mit einem Märchen zu tun hat, sondern mit einer Realität des 16. Jahrhunderts • der Christbaumkugelwurf als Entfernungsangabe passt gut zum Weihnachtsmarkt • Plastikgeschnitztes ist der Anklang an Billigware aus China oder einem anderen Land in Südostasien • soll den Leser aufrütteln und an die mit dem Lutherjahr einhergehende Kommerzialisierung erinnern und vielleicht auch gemahnen, sich davon fernzuhalten (c) Was soll mit der Aussage „Stimmung überall, wer kann, der flieht“ verdeutlicht werden? • es ist zwar eine Stimmung vorhanden • aber sie scheint laut und wenig wohltönend zu sein • diese erscheint dem Schreiber unangemessen • deswegen schließt er mit der Vermutung (vielleicht auch Feststellung), dass jeder, der bei dem Ereignis nicht eingebunden ist, die Flucht ergreift (d) Was möchte der Autor mit dem Gegensatz in folgenden Sätzen aussagen: „Euch ist der Luther geboren!“ „Doch in Eisleben, der Stadt, in der Martin Luther 1483 geboren wurde und 1546 starb, rechnen sich nur mehr sieben Prozent der Einwohner zur protestantischen Kirche, bundesweit sind es immerhin knapp 28 Prozent (Stand Ende 2014).“? • die Reformationszeit ist unbegreiflich fern • da, wo Luther wirkte und die Menschen seine Lehre wahrlich aufsogen und sich ihr begeistert anschlossen, sind heute 7 Prozent der Bevölkerung noch Protestanten • besonders bei den Menschen, denen „Luther geboren wurde“, hat der Glaube Luthers keinen Platz mehr • das halt gerade in den Gebieten der ehemaligen DDR • „Stand Ende 2014“ lässt vermuten, dass der Schreiber davon ausgeht, dass es 2017 noch weniger sind IEB Copyright © 2017 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER I – MARKING GUIDELINES Page 3 of 8 (e) Luther hat sicherlich niemals „ein Blatt Papier an eine Kirchentür in Wittenberg“ genagelt. Warum verwendet der Autor diese Begriffe und was möchte er damit ausdrücken? • es geht um die 95 Thesen, die auf keinem Blatt Platz hätten, wobei der Thesenanschlag jetzt oft bezweifelt wird • anspielen möchte der Schreiber auf das lückenhafte oder kaum vorhandene Wissen bezüglich dieser Reformation • von den Inhalten sei, so meint er, nichts mehr gegenwärtig (f) Warum wird im dritten Absatz die Alliteration, dass der Bus „ins wenig wirtliche Wolfsburg“ gekommen sei, verwendet und worauf wird durch „wenig wirtlich“ angespielt? • Wolfsburg ist der Sitz von „Volkswagen“, einem der größten Wirtschaftsunternehmen der Welt • dieses Wirtschaftsunternehmen ist eng verflochten mit den Feierlichkeiten • gleichzeitig will er aber damit aussagen, dass Wolfsburg eine wenig ansehnliche und gastfreundliche Stadt ist (g) Warum verwendet der Autor den Begriff, dass die Pilger „vor der wieder einmal renovierten Bronzetür“ stünden? • dass diese Tür der Schlosskirche regelmäßig renoviert wird, damit sie auf Besucher, hier etwas herablassend Pilger (in Anspielung auf den Reliquienkult) genannt, einen guten Eindruck macht • deswegen wurde sie zur Feier wieder erneuert (h) Warum befasst sich der Autor so ausführlich mit der im Text angesprochenen „Original Luther-Socke“? • eigentlich ist das eine Geschmacklosigkeit, eine „Luther-Socke“ als Andenken an den Reformator anzubieten • der Begriff Socke hat auch einen negativen Beigeschmack • der Begriff hat auch tatsächlich etwas Anrüchiges • original kann sie sicherlich nicht sein, darauf spielt der Autor an (i) Erklären Sie bitte folgende Aussage und erläutern Sie, was der Autor damit verdeutlichen möchte: „Es lutherte bald so heftig, dass es zu Spontanheilungen kam und Luther-Bildnisse bei dem ganzen altkatholischen Treiben in Tränen ausbrachen“. • „luthern“ als Verbneuschöpfung im Anklang an donnern von Donner, eigentlich nur bei intensiven Tätigkeiten, die Spuren hinterlassen • es scheint schon damals so schlimm gewesen zu sein, dass Menschen sich eingebildet haben, auf wunderbare Weise geheilt zu sein • dies lehnte Luther als unangemessenen Reliquienkult ab • üblich war das nur in der altkatholischen Kirche, auch heute dort nicht mehr so extrem praktiziert IEB Copyright © 2017 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER I – MARKING GUIDELINES Page 4 of 8 (j) Was möchten die Veranstalter der Reformationsfeierlichkeiten mit dem Begriff „Hallelujahr“ ausdrücken? Verdeutlichen Sie dabei, wie und warum das Wort gebildet wurde. • gebildet aus Halleluja und Jahr • Halleluja als Ausruf der Lobpreisung in christlichen Gottesdiensten • auch Ausruf der Begeisterung • hier aber völlig verweltlicht und damit sinnentleert (k) Fassen Sie kurz zusammen, was der Autor im vorletzten Absatz des Textes mit seinen Ausführungen über den „Reformationskrempel“ aussagen möchte. • Krempel ist der Ausdruck für Wertloses oder auch Hässliches aus Touristengeschäften • all dieses unsinnige Zeug, ohne echten Bezug zur Reformation, dient nur der Geschäftemacherei • wobei die Zusammensetzung vermuten lässt, dass der Autor für die Feierlichkeiten der Reformation sich etwas Geschmackvolleres hätte vorstellen können IEB Copyright © 2017 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER I – MARKING GUIDELINES Page 5 of 8 TEIL B INHALTSZUSAMMENFASSUNG (SUMMARY) • Autor, Titel und Quelle angeben • Text dient der Aufforderung zur Diskussion • das Thema ist die vom Autor angegebene Notwendigkeit des Religionsunterrichts • es wird behauptet, dass die Möglichkeit aus dem Religionsunterricht auszutreten, falsch sei • aus eigener Erfahrung weiß der Autor, dass Eltern ihre Kinder von diesem Unterricht abmelden • als Begründung wird oft der sich unterscheidende Glauben angeführt • im Religionsunterricht gehe es aber um „Weltwissen“ • man erfahre etwas über alle Religionen • nur dann sei kritische Auseinandersetzung damit möglich • als mögliche Alternative sieht der Autor noch Philosophieunterricht • da Schulen heute wenig Mittel haben, besuchen aus dem Religionsunterricht ausgetretene Schüler häufiger andere Unterrichtsfächer, auch als Nachhilfe • in der Schule solle man sich auch mit Themen auseinandersetzen, die einem unangenehm erscheinen • deshalb lehnt der Autor das Fernbleiben grundsätzlich ab • Diskussion und Debatte sind für ihn urdemokratische Prozesse • das müsse in der Schule geleistet werden • hier sei besonders das emotional besetzte Thema Religion richtig und wichtig TEIL C SPRACHE UND GRAMMATIK (LANGUAGE) Bearbeiten Sie bitte alle Aufgaben! Aufgabe C1: Beschreiben und interpretieren Sie eine der beiden folgenden Karikaturen. Abb1: • Karikatur wurde im „Spiegel“ veröffentlicht • umgeben von einer Winterlandschaft sitzt der Nikolaus auf einer Bank im Vordergrund • daneben ist die Mauer einer Ansiedlung zu erkennen • er scheint deprimiert oder erschöpft zu sein • links von ihm steht ein prall gefüllter Sack mit Geschenken • rechts von ihm ein kleiner Junge, der ihm auf die Schulter klopft und sagt: „Du musst mehr an dich glauben!!“ • der tröstende Satz meint aus der Sicht des Jungen, dass der Nikolaus selbstbewusster auftreten soll und seine Erschöpfung überwinden soll • die dahinterstehende Bedeutung ist aber, dass selbst der Nikolaus nicht an sich als christlichen Gabenbringer glaubt • wie sollen dann in einer Zeit des schwindenden Glaubens die anderen Menschen an ihn glauben • erkennbar wird an der pragmatischen Aufmunterung durch den Jungen, dass auch er sich des christlichen Hintergrunds nicht bewusst ist und meint, der Nikolaus sei nur in seiner Leistungsfähigkeit beeinträchtigt oder IEB Copyright © 2017 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER I – MARKING GUIDELINES Page 6 of 8 Abb2: • Karikatur stammt von dem Karikaturisten Plassmann • sie ist in einem Magazin des katholischen Bistums in Essen abgedruckt • erkennbar ist das Innere einer Kirche • zwischen den Kirchenbänken ist eine weibliche Reinigungskraft tätig • hinter den Kirchenbänken steht ein katholischer Geistlicher • er meint: „Keine Frauen in wichtigen kirchlichen Funktionen? … so ein Blödsinn, was Frau Kleinschmitt!?“ • der Geistliche will aussagen, dass Frauen in der katholischen Kirche wichtige Aufgaben erfüllen, auf der Ebene von Putzarbeiten • auffallend ist der erstaunte oder entgeisterte Gesichtsausdruck der Reinigungskraft • angespielt wird auf die von verschiedenen Seiten geforderte Aufhebung des Zölibats, und damit einhergehend auch die Möglichkeit, dass Frauen in der katholischen Kirche wichtige Positionen besetzen können, wie es in der evangelischen Kirche üblich ist Aufgabe C2: Fragen zu den Graphiken zu „Gesellschaft und Kirche im Reformationsjahr“ (a) Von wem und in wessen Auftrag wurde die Befragung durchgeführt und von wem veröffentlicht? • veröffentlicht von der „Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland“ (fowid) • beauftragt von der Zeitung „Bild am Sonntag“ • durchgeführt vom Meinungsforschungsinstitut „EMNID“ • veröffentlicht am 27. 10. 2016 (b) Worum geht es in den beiden Graphiken? • es werden die beiden Fragen getrennt beantwortet, ob die katholische und die evangelische Kirche noch zeitgemäß seien • dabei wird bei den jeweiligen Ja-Nein-Antworten unterschieden nach Gesamtzahl, jeweiliger Region (West oder Ost) und nach Altersgruppen (c) Wie viele Menschen haben an der Befragung teilgenommen und wie viele Befragte waren über 65 Jahre alt? • insgesamt haben 501 Befragte teilgenommen • davon waren 129 Personen über 65 Jahre alt IEB Copyright © 2017 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER I – MARKING GUIDELINES Page 7 of 8 (d) Was könnten die Abkürzungen W.N., K. A. bedeuten? • höchstwahrscheinlich „weiß nicht“ und „keine Antwort“, denn nur dadurch ergeben sich 100% (e) Welche der beiden Kirchen wurde im Osten und im Westen mit wie viel Prozent als zeitgemäß angesehen? • die katholische Kirche mit 36% im Westen und 11% im Osten • die evangelische Kirche mit 57% im Westen und 61% im Osten Aufgabe C3: Sprachverständnis Fragen zum Text „Religionsunterricht an Schulen ist falsch“: (a) In folgendem Satz sind ein Rechtschreibfehler und auch ein zweimaliger Zeichensetzungsfehler vorhanden. Verbessern Sie bitte die Fehler. • „Das Fach Ethik, in dem Religion und Demokratie vermittelt werden, ist die richtige Wahl.“ (b) Was versteht man unter den Begriffen „real“ und „symbolisch“ im Textausschnitt „ob Christus in Brot und Wein real oder nur symbolisch präsent ist“? Finden Sie je mindestens zwei Synonyme (gleichbedeutende Begriffe) für diese Begriffe. • real: wirklich, tatsächlich, leibhaftig, körperlich, leiblich, stofflich, fassbar, greifbar • symbolisch: gleichnishaft, sinnbildlich, übertragen, im übertragenen Sinn, bildlich (c) Für den Begriff „präsent“ (siehe b) sind unterschiedliche Begriffe angegeben. Übertragen Sie den Begriff, der dafür überhaupt nicht eingesetzt werden kann, bitte ins Arbeitsheft. (Wird mehr als ein Begriff übertragen, gibt es keinen Punkt.) • geschenkt (d) Für den Begriff „vermitteln“ aus dem Satz „Schulfächer sollen Wissen und Werte vermitteln.“ sind hier fünf Begriffe angegeben. Übertragen Sie den Begriff, der dafür überhaupt nicht eingesetzt werden kann, bitte ins Arbeitsheft. (Wird mehr als ein Begriff übertragen, gibt es keinen Punkt.) • hineinreden IEB Copyright © 2017 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER I – MARKING GUIDELINES Page 8 of 8 (e) Was versteht man unter den Begriffen „Häme“ und „Vorurteil“ in folgendem Satz: „Wohlgemerkt: was Katholiken, Protestanten, Juden, Muslime, Buddhisten und andere glauben, sollten alle Bürger wissen und – ohne Häme und Vorurteil – dargestellt bekommen.“? • Häme: schadenfreudiger Hohn, Sarkasmus, Spott, Schadenfreude • Vorurteil: meist negative Meinung oder Haltung (f) Warum wird der Teil des Satzes „ohne Häme und Vorurteil“ (siehe e) durch Gedankenstriche vom Rest des Satzes getrennt? • man kann Zusätze oder Nachträge deutlich vom übrigen Text abgrenzen • ein Gedankenstrich kündigt etwas Folgendes, oft etwas Unerwartetes an • dient der Heraushebung und Verstärkung der Aussage • auch wird dadurch das Augenmerk auf diesen Teilsatz gelenkt (g) Was bedeutet der Begriff „geprägt“ in dem Satz „Insbesondere sollten alle Bürger dieses christlich geprägten Landes wissen, was die Bibel lehrt und erzählt, was Christen glauben und was das Christentum zur Kultur beigetragen hat.“? • das Land ist von christlichen Denk- und Handlungsweisen stark beeinflusst • das Christentum übt/e einen starken Einfluss aus • es hat dem Land ein entsprechendes Gepräge gegeben Total: 70 Punkte IEB Copyright © 2017

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