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German HL P2 Memo 2018 hlayiso.com

Subject: German HLGrade 12201811 pages
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Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE EXAMINATION NOVEMBER 2018 GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER II MARKING GUIDELINES Zeit: 3 Stunden 100 Punkte These marking guidelines are prepared for use by examiners and sub-examiners, all of whom are required to attend a standardisation meeting to ensure that the guidelines are consistently interpreted and applied in the marking of candidates' scripts. The IEB will not enter into any discussions or correspondence about any marking guidelines. It is acknowledged that there may be different views about some matters of emphasis or detail in the guidelines. It is also recognised that, without the benefit of attendance at a standardisation meeting, there may be different interpretations of the application of the marking guidelines. IEB Copyright © 2018 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER II Page 2 of 11 ABTEILUNG A LITERATUR TEIL 1 (Drama – Friedrich Dürrenmatt: „Die Physiker“) AUFGABE 1 (a) Erläutern Sie, ausgehend von dem oben stehenden Zitat aus den 21 Punkten zu den Physikern, warum der Physiker Möbius sich freiwillig entscheidet, seine Freiheit aufzugeben und widerstandslos in dem Sanatorium zu bleiben. Erarbeiten Sie dabei auch die Verantwortung des Wissenschaftlers für die unvorhersehbaren Folgen seiner Forschung in der modernen Welt. • Möbius hat sich ins Irrenhaus zurückgezogen, da seine Entdeckungen für die Menschheit verheerende Folgen haben würden, er fühlt sich schuldig • freut sich über heldenhafte Entscheidung auf Lebenszeit im Irrenhaus zu bleiben, um die Menschheit vor ihrem sichern Untergang zu bewahren • Möbius will Weltfrieden sichern • verzichtet aus Verantwortung auf Ruhm und Geld, die er in der Wirtschaft verdienen könnte • stellt sich geisteskrank, verlässt seine Familie und zieht sich ins Sanatorium zurück • scheint ein verantwortungsbewusster Held im Dienste der Menschheit zu sein • will sein Wissen zurücknehmen, da die Menschheit noch nicht reif ist für seine Erkenntnisse • begeht selbst einen Mord, um sein Ziel zu erreichen (obwohl er Schwester Monika liebt, ermordet er sie, damit sie nicht sein Geheimnis preisgeben kann) • auf die Angebote der Geheimagenten geht er nicht ein, denn sie sind Pseudofreiheiten: er würde der Macht eines politischen Systems unterstellt sein • im Irrenhaus ist er niemandem verpflichtet und kann frei denken • er glaubt, dass durch den Einzug ins Irrenhaus die Welt vor den schrecklichen Folgen seiner Forschung geschützt sein werde und dass die Verbreitung seiner Forschung dadurch gestoppt werde • er schiebt die Verantwortung nicht ab, sondern übernimmt sie selbst Daraus ergibt sich die Frage nach der Verantwortung des Wissenschaftlers in der modernen Welt • wissenschaftliche Erkenntnisse werden genutzt, die Natur wird beherrscht, wissenschaftlicher und intellektueller Wettbewerb ohne tieferen Sinn und Verpflichtung („Wissen ist Macht“) • Erkenntnisse sollten aber zum Wohl der Menschheit eingesetzt werden – Möbius' Weltformel • hiervon hängt die weitere Existenz der Menschheit ab • der Wissenschaftler kann sich der Verantwortung nicht entziehen: Wissen ist leider Macht, er ist (einem) Gott ähnlich geworden • er erkennt, dass es Geheimnisse gibt, die nicht erforscht und bekannt gemacht werden sollen und bekennt dadurch, dass er nicht allwissend werden soll/will Beispiel der Atomwaffen: zeigt die Grenzen des menschlichen Urteilsvermögens und die Maßlosigkeit des Menschen • kann aber auch die weltmachthungrigen Verrückten nicht loswerden • andere Wissenschaftler verfolgen ihn • auch wenn die Forschungen eingestellt werden, kann der Missbrauch der Forschungsergebnisse nicht verhindert werden IEB Copyright © 2018 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER II Page 3 of 11 • Eisler/Einstein glaubt, Physiker hätten noch die Verfügungsgewalt über die Bedingungen, könnten selbstverantwortlich entscheiden, zu Gunsten wessen politischen Systems sie ihre Wissenschaft anwenden • Partei trägt die Verantwortung und Missbrauch kann nicht unbedingt vermieden werden • Kilton/Newton beschwört die Freiheit der Wissenschaft und lehnt jede Verantwortung für die Folgen ab: Pionierarbeit muss geleistet werden (Allgemeingut) • Weg der Menschheit ist nicht des Wissenschaftlers Verantwortung Exkurs auf die Zeit des Kalten Krieges und die Entwicklung der Waffen wäre hier denkbar oder AUFGABE 1 (b) Charakterisieren Sie Fräulein Doktor Mathilde von Zahnd, und zeigen Sie, auf welche Art die Physiker, und auch die Welt, von ihr abhängig sind. (Literarische Charakterisierung) • 55 Jahre und Jungfrau • guter Ruf als Psychiaterin • bucklig • letzte Vertreterin einer einst mächtigen Adelsfamilie • weißer Ärztekittel und Stethoskop Verhaltensweise: • anfangs geschickte und gute Ärztin • mitfühlend, tröstend, unterstützend (Familie Rose) • freundlich und nett (Patienten) • verbindlich, auch nachsichtig • kluge Taktikerin (inszeniert die Morde an den Krankenschwestern), bleibt aber immer freundlich und professionell • geschickte Wirtschafterin (baut Klinik auf), geschäftlich erfolgreich • brutale Herrscherin (baut Trust mit Machtmonopol auf) • machtbesessen und skrupellos • befehlend und rücksichtslos Bezug zu Vorfahren (Bilder an der Wand) • anfänglich der Onkel als Politiker und geschickter Taktiker • später der Vater als Wirtschaftsführer, der das Familienunternehmen leitet • am Schluss Großvater als Generalfeldmarschall, der Macht besaß Abhängigkeit der Welt und der Physiker: • Möbius forscht im Irrenhaus, sich in Sicherheit wiegend, weiter, dies ermöglicht es erst, Kopien der Forschungsergebnisse anfertigen zu lassen • die Ärztin hat Möbius durchschaut, durch Kopien von Möbius' Aufzeichnungen die theoretischen Voraussetzungen für ihre Weltherrschaftspläne • daher geht Möbius’ Plan zur Rettung der Welt nicht auf – besiegelt sein Scheitern • Physiker sind in ihrem Irrenhaus gefangen (die Uniform tragenden Pfleger, Gitter, Spezialschlösser) • die Forschung wird in der Welt benutzt werden, trotz Möbius‘ Opfer • dadurch wird sein Opfer, der Mord an Monika, sinnlos • was er verhindern wollte, wird doch wahr IEB Copyright © 2018 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER II Page 4 of 11 • Welt bekommt doch die Erfindungen, die Möbius nicht veröffentlichen wollte – ist aber nicht reif dafür • Weltherrschaft liegt nun in der Hand einer wahrhaft Verrückten, die die Welt und das Universum ausbeuten und beherrschen möchte • Weltherrschaft und Eroberung des Weltraums wird angestrebt • Macht ihrer Familie steigern – ist um des Geldes und der Macht willen bereit, die Welt zugrunde zu richten • glaubt auch an Salomo (ironisch? ernst gemeint?) oder AUFGABE 1 (c) Erörtern Sie, von dem oben abgedruckten Auszug ausgehend, warum Dürrenmatt die ganze Familie Rose in seiner Komödie auftreten lässt. • Auszug muss in die Gesamthandlung eingefügt werden: • Frau Rose besucht Möbius im Irrenhaus um ihm mitzuteilen, dass ihr jetziger Mann eine Stelle auf den Marianen bekommen habe, wohin die Familie sich jetzt begeben wolle • fragt nach Möbius‘ Gesundheitszustand, ob der König Salomo ihm noch erscheine • Zustand sei unverändert • Frau Rose erklärt, wo sie ihren ehemaligen Mann kennen gelernt habe, fügt hinzu, dass sie den Aufenthalt im Sanatorium nicht mehr finanzieren könne • Söhne werden präsentiert, Alter, Vorlieben • Möbius reagiert erschrocken, als er erfährt, dass Jörg-Lukas Physik studieren will • Zuschauer/Leser machen sich über die Familie Rose lustig • Familie steht als Symbol für diejenigen, die an eine heile Welt glauben, die blind sind vor der Realität • man merkt, dass die Familie dargestellt wird als typische Vertreter einer idyllischen Welt, in der alles „rosig“ ist • besonders die Ehe, die Söhne, der neue Ehemann sollen perfekt dargestellt werden • aber ihr starres Auftreten entlarvt die Missstände • Lina Rose hat sich für Möbius aufgeopfert (eher Mutterrolle als Ehefrau) • ermöglichte ihm das Studium und den Aufenthalt im Sanatorium • aber versucht jetzt die Trennung von ihm zu rechtfertigen (errötet), schlechtes Gewissen wegen der Scheidung, weil sie ihr Glück in einer neuen Beziehung sucht • Diminutive bei der Anrede („mein Johann-Wilhelmlein“ deuten auf Herabstufung auf Kindesniveau, bzw. verkindlichende Ansprache eines Geisteskranken • schnelle Heirat, wobei aber mit sechs Kindern und Leben auf den Marianen kaum Aussicht auf eine positive Veränderung ihrer Situation besteht • ordnet sich dem Missionar unter, stimmt ihm in allem zu, folgt ihm bis auf die Marianen • räumlich große Distanz von Möbius, aber seine Forschung beeinflusst die ganze Welt • Missionar Rose behauptet, die Psalmen Salomos und Davids auswendig zu kennen, wird aber von der Ärztin ermahnt, dass er an Wunder glauben müsse • kein gutes Einkommen • Bezug zur Bibel (außerhalb des Irrenhauses) • Kritik an der Religion/dem Glauben, wie er zur Zeit erscheint • Söhne werden als kluge Köpfe dargestellt • die Pfarrer, Philosoph und Physiker werden wollen IEB Copyright © 2018 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER II Page 5 of 11 • nicht besonders musikalisch: sollen „inniger“ spielen, Kinder sollen Flöte spielen gelernt haben, müssen dieses „Talent“ vorzeigen, ob sie gut spielen können oder nicht • Verspottung der bürgerlichen Welt, der humanistischen Ideale der Menschheit IEB Copyright © 2018 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER II Page 6 of 11 TEIL 2 (Roman – Sven Regener: „Herr Lehmann“) AUFGABE 2 (a) Erarbeiten Sie, welche Charaktereigenschaften sich schon bei dem ersten Auftreten des Herrn Lehmann (Auszug oben) erkennen lassen. • Frank Lehmann wird von seinen Freunden nur „Herr Lehmann“ genannt • geboren am 9. 11.1959 in Bremen; wird bald 30 • daher Zeit des Unbehagens, Gefühl, dass etwas nicht stimmt oder etwas fehlt • etwas müsse sich ändern, damit das Leben einen Sinn hat, neue Richtung, neue Entscheidungen • existenzielle Verunsicherung • arbeitet in einer Kneipe in der Wiener Straße in Berlin, dem „Einfall“ • ist Gefangener seiner Vorstellung von absoluter Freiheit • empfindet ein Gefühl der Nichtsnutzigkeit • leidet an ständiger Entscheidungsnot (Unfähigkeit sich zu entscheiden) Ausschnitt aus Kapitel 1 Der Hund • Lehmann ist am Sonntagmorgen unterwegs nach Hause nach seiner Schicht als Barkeeper • ist verkatert – hat Schnäpse mit Erwin, dem Eigentümer, getrunken • gibt aber trotzdem sich selber die Schuld, denn man habe einen freien Willen • hat eine Fasche Whisky mitgehen lassen = Stolz, sieht es als Strafe für Erwin, der ein Depp sei • trinkt selber nur Bier; Geschenk für Karl, seinen besten Freund • der Hund macht ihm Angst • sie stehen sich gegenüber • Lehmann denkt über seine Lebenssituation nach: • Freunde nennen ihn nur noch „Herr Lehmann“, obwohl manche sogar älter sind als er • findet es nicht witzig, sondern nennt es einen „kindische(n) Witz“ • will sich aber deshalb nicht aufregen • Beschreibung des Hundes und in Augen starren (genau das Falsche...) • er will keine Angst zeigen – auch im Leben, aber z. B. die Situation am Schwimmbad und die Badeshorts weisen auf seine Unsicherheit/ Angst hin • streitlustig (scheint sein Lebensinhalt zu sein) • Gedanken springen wild von Lebenssituation zu gegenwärtiger Situation • erinnert sich an die Schulzeit: gut in Biologie • Beschreibung seines Zuhauses: Eineinhalbzimmerwohnung in der Eisenbahnstraße, Bett (leer), Bücher • überlegt sich einen taktischen Rückzug, um an dem Hund vorbei zu kommen • möchte nichts überstürzen, nur das könne zum Sieg führen • auch in seinem Leben durchdenkt er alles: diskutiert z. B. ausführlich mit Katrin über den Lebensinhalt und die Zeit • schon hier sieht man, wie wichtig ihm Formulierungen sind, seine Vorliebe für logische Präzision wird deutlich (vgl. Ostberlin) = Sprachgefühl • „Wesen mit freiem Willen“: Lehmanns Entscheidungen: Aufgabe seines Berufs als Speditionskaufmann (gleiche Firma wie Vater), Umzug nach Berlin, sein Job als Barkeeper (schon fast 10 Jahre), Geschäftsführer-Lüge seinen Eltern gegenüber • = bewusst gewähltes Leben • gibt auf beim Hund – kämpft auch nicht um Katrin • = setzt sich nicht für bestimmte Anliegen und Vorhaben ein IEB Copyright © 2018 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER II Page 7 of 11 oder AUFGABE 2 (b) Schreiben Sie den Brief, den Herr Lehmanns Mutter Martha nach ihrem Besuch in Berlin an ihren Sohn Manfred in New York schreibt, in dem sie sowohl ihre Erlebnisse und Erfahrungen als auch ihre Eindrücke über das Leben von Frank in Berlin beschreibt. • Formale Richtigkeit • Sprache nicht gehoben – sie wird als „nicht die Hellste“ beschrieben • (ist Frühaufsteherin) • Hotel am Kudamm: Beschreibung – im Foyer, Rattansitzgruppe, 1.5 Jahre her zuletzt gesehen • Lehmann ist verschwitzt und riecht auch • Kaffee • drei Stunden Stadtrundfahrt im Bus, alles für 100DM (Mauer) • Frank will nicht mit, Vater unterstützt ihn darin • wollte zur Varieté mit Transvestiten, Frank hat um acht Uhr in der Markthallenkneipe zum Essen eingeladen • Gespräch über Vaters bevorstehenden Ruhestand • Frank raucht • vor ihm in der Kneipe, reden mit Karl • Frank als „Boss“ angesprochen, bestellt • Diskussion über Schweinebraten – Katrin als Köchin dabei • Diskussion über Job als Geschäftsführer • Erwin spricht mit ihm • Kristall-Rainer und Katrin am Tisch • nette Freunde oder AUFGABE 2 (c) Betrachten Sie die Bilder aus dem Comic Herr Lehmann oben genau. Verfassen Sie dann einen inneren Monolog Karl Schmidts (rechts auf Bild 1), nachdem er nach langem Schlafen auf Station im Krankenhaus aufwacht und über die vorigen Tage nachdenkt. Hierbei müssen seine Handlungsgründe und Ängste deutlich werden. • persönlicher Stil (ich) • nennt sich Künstler: schweiße Objekte aus Altmetall zusammen, habe eine Ausstellung • unzufrieden mit ihnen • Lehmanns Bruder Manfred sei sein Vorbild • aber dieser hat keinen Erfolg mehr in New York und arbeitet als Heizungsbauer • hat alle seine Objekte zerstört, weil er an sich selbst zweifelt • Alkohol- und evtl. Drogenmissbrauch (mit Erwin) • Christine: nicht einmal Frank erzählt, dass es sie in seinem Leben gebe; Trennung, weil sie nur Rückzugs- oder Ausruhemöglichkeit ist, sexuell nicht viel los = Symptome der Depression • Arbeit in den verschiedenen Kneipen Erwins ohne Schlaf • Konzentrationsstörungen als Folge von Unruhe und Schlafstörungen IEB Copyright © 2018 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER II Page 8 of 11 • mangelnde Hygiene, Alkohol-, Drogenmissbrauch, Zerstörung = Selbstschädigung • hatte Angst vor der Ausstellung, Selbstbild ist auch zerbrochen, so wie seine Kunstwerke • Frank versucht zu helfen, Karl sollte schlafen, wollte nicht • hat ihn ins Urbankrankenhaus gebracht, Fragen des Arztes, unzusammenhängend, Tabletten, Schlaf • Diagnose: Depression und Nervenzusammenbruch • braucht etwas, wodurch sein Leben legitimiert wird • das ist jetzt das, womit er sich beschäftigen muss IEB Copyright © 2018 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER II Page 9 of 11 ABTEILUNG B SACHBEZOGENES SCHREIBEN TEIL 3 (Mind Map, etc.) AUFGABE 3 Stellen Sie anhand einer Mind Map, einer Gliederung oder eines Clusters dar, wie der Mensch sich im Leben (nach Ihrer Auffassung) selbst verwirklichen kann. Die folgenden Punkte wären zu erwarten, können jedoch in der kurzen Zeit nicht vollständig entwickelt werden. Individuelle Unterschiede können auftreten. • auf inneres Gefühl der Richtigkeit und Träume achten • Vision für das Leben • Ziele setzen • Raum und Zeit erschaffen • Angst überwinden • Verantwortung für das Leben übernehmen • durch Hobbys und andere Freizeitbeschäftigungen: − Sport und Training − Musik/Tanz • weiterführendes Studium/Umschulung • Glaube/Religion • Sozialarbeit • unentgeltlichen Einsatz in Altersheimen/Kinderkrippen/Kinderheimen • Projekte für Arme • Einsatz für Andere/Land/Natur IEB Copyright © 2018 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER II Page 10 of 11 TEIL 4 (Kurze Texte) AUFGABE 4 (a) Sie wurden von der Redaktion der Schülerzeitung Ihrer Schule gebeten, einen Artikel zum 100. Geburtstag von Nelson Mandela und/oder von Hans Scholl zu schreiben. Verdeutlichen Sie, auch unter Bezug auf das Zitat von Perikles, wie der Mut dieser Freiheits- oder Widerstandskämpfer die Welt verändert hat. Der Schüler soll • Adressatenbezug einhalten • Sachverhalt darstellen • schlüssig gliedern • Thesen formulieren • Argumente zuordnen und durch überzeugende Beispiele stützen • Schluss wirkungsvoll ausgestalten (Fazit, Aufforderung) • leserbezogen, auch pointiert formulieren • ohne wir und ich schreiben • Überschrift formulieren • ohne Passivkonstruktionen Freiheitskämpfer: • Mut zum Widerstand aus Überzeugung • auf Ungerechtigkeit hinweisen • sich gegen ein System wenden: tätig werden • das eigene Leben nicht wichtiger als die zu bekämpfende Sache nehmen • zu seinen Ideen stehen • keine finanziellen Vorteile erwarten • trotz Lebensgefahr sich für die Menschenwürde, das als positiv Erachtete einsetzen Welt heute: • Menschen werden sich eines Missstandes bewusst und nehmen auch dazu Standpunkt ein • System wird irgendwann abgeschafft (Apartheid und Nationalsozialismus), da die Welt doch aufmerksam wird auf die Missstände • Kampf um Gerechtigkeit • Freiheit und Gleichberechtigung für alle Menschen • geben Hoffnung • zeigen, dass man vor Ungerechtigkeit und Gräuel nicht die Augen schließen soll oder IEB Copyright © 2018 PLEASE TURN OVER
Downloaded from hlayiso.com NATIONAL SENIOR CERTIFICATE: GERMAN HOME LANGUAGE: PAPER II Page 11 of 11 AUFGABE 4 (b) Sie haben dieses Foto heute in einer Illustrierten gesehen. Schreiben Sie einen Tagebucheintrag, in dem Sie die Wünsche und Gefühle, die Ihnen beim Betrachten dieses Fotos der Freiheitsstatue durch den Sinn gingen, niederschreiben und erklären. Zu beachten sind bei einem Tagebucheintrag folgende Aspekte: • einen Tagebucheintrag erstellt man unter dem Datum (z. B. 22. Oktober 2018) • besonders der Einstiegssatz sollte die Neugierde wecken • die Perspektive beachten • der Tagebucheintrag darf kein sachlicher Bericht sein, man muss oder sollte auch davon reden, wie man sich gefühlt hat in der Situation • Geschehnis muss in Zusammenhang gebracht werden • Erinnerung des Schreibers einarbeiten • das subjektive Empfinden beim Erleben herausarbeiten • möglichst viele Adjektive, betonen die Gefühlsebene • offen sein für Eindrücke • ein persönlicher Kommentar oder persönliche Reflexion kann am Ende stehen • am Schluss auch eine zusätzliche Bewertung möglich In der inhaltlichen Ausrichtung ist der Schreibende frei. oder AUFGABE 4 (c) Sie haben das Bild unten auf einer Internetseite gesehen. Schreiben Sie einen Kommentar, den Sie an eine Zeitung Ihrer Wahl schicken wollen. Auf folgende Merkmale eines Kommentars sollte geachtet werden: • der Kommentar nimmt zu einer aktuellen Nachricht Stellung • erläutert die Wichtigkeit des Themas • macht mit Zusammenhängen vertraut • wägt unterschiedliche Auffassungen ab • verhilft dazu, sich ein abgerundetes Bild über das Ereignis zu machen • der Hintergrund sollte analysiert und erklärt werden • Meinung des Schreibers muss argumentativ belegt werden • in der inhaltlichen Ausrichtung ist der Schreibende frei • hier sollte/könnte auch etwas Humor eingestreut werden Der Kommentar sollte sich mit den Problemen und den Auswirkungen der Datenspeicherung auseinandersetzen, aber auch deutlich machen, dass in der heutigen Zeit diese Speicherung und Überwachung kaum mehr wegzudenken ist. Total: 100 Punkte IEB Copyright © 2018

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